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Warum LinkedIn das nächste große Social-Ding sein wird

Blickt man ein paar Jahre zurück, war von LinkedIn auf dem deutschsprachigen Markt kaum etwas zu sehen. XING war hierzulande das vorherrschende und unangefochtene Business Network - von der internationalen Konkurrenz aus den USA hatte

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Blickt man ein paar Jahre zurück, war von LinkedIn auf dem deutschsprachigen Markt kaum etwas zu sehen. XING war hierzulande das vorherrschende und unangefochtene Business Network – von der internationalen Konkurrenz aus den USA hatte man damals nur wenig gehört. Inzwischen hat sich das grundlegend geändert und LinkedIn wächst auch in der DACH-Region unglaublich schnell. Jetzt könnte man natürlich Überlegungen dazu anstellen, wann LinkedIn die deutsche Konkurrenz überholt, wann XING aufgibt und so weiter, aber darum geht es mir an dieser Stelle nicht. Überhaupt glaube ich gar nicht einmal, dass der Erfolg von LinkedIn im deutschsprachigen Raum unbedingt das mittel- oder gar langfristige Ende von XING vorzeichnen muss.

Mir geht es hier um etwas ganz anderes. Ich glaube, dass sich LinkedIn in Deutschland in den kommenden Jahren in Sachen Marketing zum nächsten großen „Social-Ding“ entwickeln wird. Warum? Weil das Business Network auf das Engagement seiner Nutzer ausgelegt ist, weil es die richtigen Nutzergruppen vereint und weil es schon jetzt verstanden hat, wie man eine sinnvolle Anzeigen-Maschinerie dahinterschaltet.

Schon heute ist es möglich, eigene Beiträge auf LinkedIn-Unternehmensseiten mit Werbebudget zu pushen. Dabei kann ganz genau ausgewählt werden, welche Branchen, Karriere-Stufen, Positionen und Standorte man erreichen möchte. Anders als bei Facebook findet die Werbung hier aber nicht in einem Freizeit-Umfeld statt, sondern direkt im Business-Umfeld – also dort, wo man sich ohnehin schon mit relevanten Business-Themen beschäftigt, die sinnvollerweise dann auch direkt dort beworben werden sollten.

Viele große Unternehmen aus Deutschland sind inzwischen auf LinkedIn aktiv. Die meisten davon setzen ihren Fokus bisher vor allem auf Recruiting und Employer Branding, doch das könnte sich schon bald ändern. Facebook Ads sind im reinen, klassischen B2C-Bereich weiter eine grandiose Möglichkeit – keine Frage. Aber sobald es darum geht, Business-relevante Produkte und Leistungen zu bewerben, könnte LinkedIn mit wachsender deutschsprachiger Nutzerbasis immer spannender werden. Neben B2B-Produkten, könnten sich auch B2C-Produkte aus dem Premium-Bereich gut für LinkedIn eignen – wo sonst kann man derart einfach die passenden Einkommensschichten aufgrund ihrer Karrierestufe erreichen?

Alles in allem hat LinkedIn also ein großartiges Potenzial, sich in den nächsten Jahren noch besser zu entwickeln, als es das derzeit ohnehin schon tut. LinkedIn Ads werden künftig eine immer größere Rolle spielen und nicht zu verachtende Ergebnisse erzielen können – vor allem, wenn es direkt um Conversions geht.

Daniel Fürg absolvierte eine Ausbildung beim Bayerischen Rundfunk und bildete sich an der Bayerischen Akademie für Werbung und Marketing zum Kommunikationswirt fort. Er gründete verschiedene Onlinemedien, wie zum Beispiel MUNICH's BEST, 100SINS oder Social Secrets und arbeitete unter anderem für den Bayerischen Rundfunk, die Finanzsparte von Siemens, die Sana Kliniken AG und die MAROundPARTNER GmbH. Als Geschäftsführender Gesellschafter von Fürg Media berät er heute Unternehmen bei der Entwicklung und Umsetzung ganzheitlicher Kommunikationsstrategien. Daniel Fürg engagiert sich außerdem aktiv als Mitglied des Vorstands im Internationalen PresseClub München e.V. und ist Initiator der Digital Future Conference 48forward.

Review overview
  • http://www.ecommerce-coaching.de/ Josef Reisz

    Spannende These.
    Xing entwickelt sich seit einigen Jahren in eine Kontaktmaschinerie von tlw. dubiosen Selbstvermarktern.
    Die qualitativ deutlich besseren Kontakte mache ich mittlerweile auf LinkedIn und auch auf Twitter.

  • Paul

    Hinzu kommt ja noch der massive Fokus, den Linkedin nun auf Content- / Texterstellung setzt

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