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Die eigene Zielgruppe richtig verstehen

Für guten Content gibt es eine ganze Reihe von wichtigen Spielregeln. Eine besonders einfach zu verstehende, aber umso schwerer zu befolgende möchte ich an dieser Stelle etwas detaillierter beschreiben. Es geht darum, dass man seine

Für guten Content gibt es eine ganze Reihe von wichtigen Spielregeln. Eine besonders einfach zu verstehende, aber umso schwerer zu befolgende möchte ich an dieser Stelle etwas detaillierter beschreiben. Es geht darum, dass man seine Zielgruppe richtig verstehen muss, um sie mit gutem Content zu versorgen. Nur dann kann dieser seine volle Wirkung, sein ganzes Potenzial entfalten und wird wirklich den gewünschten Erfolg erzielen.

Die Zielgruppe richtig verstehen? Genau! Zunächst einmal sollte man sich klar machen, dass ein bestehender oder potenzieller Kunde zunächst einmal unzählige Dinge im Kopf hat, aber sicherlich nicht ununterbrochen an das kommunizierende Unternehmen denkt. In der Regel ist die Zielgruppe auch nicht aktiv auf der Suche nach Inhalte eines bestimmten Unternehmens. Um diese Personen trotzdem zu packen, muss man kreativ sein und vor allem genau wissen, was die eigene Zielgruppe beschäftigt. Welche Interessen hat die Zielgruppe? Welche Hobbys und Berufe hat sie? Wo lebt sie und was mag sie besonders gerne? Wer die Antworten auf diese Fragen geben kann, ist schon auf dem richtigen Weg. Zielgruppenrelevanter Content sollte sich genau um die Antworten auf diese Fragen drehen.

Guter Content bewegt die Zielgruppe. Er muss im ersten, zweiten und auch im dritten Moment keine Produkte verkaufen – das kommt erst viel, viel später und vor allem indirekt. Guter Content baut erst einmal eine Beziehung zur Zielgruppe auf, weckt ihr Interesse, bindet sie an eine Marke und gibt ihr das Gefühl verstanden zu werden. Guter Content muss also erst einmal nicht unbedingt etwas mit den Produkten eines Unternehmens zu tun haben, sondern beschäftigt sich erst einmal mit der Zielgruppe und ihren Bedürfnissen.

Gute Content Strategien sind also erst einmal keine Verkaufsstrategien. Sie sind keine Werbestrategien, die Produkte bestmöglich anpreisen. Sie sind vielmehr der Schlüssel zu Herz, Bewusstsein und Aufmerksamkeit der Zielgruppe. Hat man die Tür mit diesem Schlüssel aufgesperrt, fühlt sich die Zielgruppe mit dem Unternehmen verbunden, ohne dass sie es auf dem Weg dorthin bemerkt hat. Die Zielgruppe folgt dem Content eines Unternehmens dann nicht wegen seiner Produkte, sondern weil er relevant erscheint und einen gewissen Unterhaltungswert hat.

Nach dem Erreichen dieses Punktes, kann man sich dann Gedanken darüber machen, wie man die eigenen Produkte und Angebote dezent und vor allem intelligent in diese aufmerksam entwickelte und konstant gepflegte Content-Welt integriert. Wichtig ist hierbei nur, dass die Zielgruppe durch die Integration nicht aus ihrem Relevanzbewusstsein herausgerissen wird. Die Einbindung von Produkten und Angeboten darf also niemals als störend wahrgenommen werden oder gar die Relevanz des Contents schmälern.

Daniel Fürg absolvierte eine Ausbildung beim Bayerischen Rundfunk und bildete sich an der Bayerischen Akademie für Werbung und Marketing zum Kommunikationswirt fort. Er gründete verschiedene Onlinemedien, wie zum Beispiel MUNICH's BEST, 100SINS oder Social Secrets und arbeitete unter anderem für den Bayerischen Rundfunk, die Finanzsparte von Siemens, die Sana Kliniken AG und die MAROundPARTNER GmbH. Als Geschäftsführender Gesellschafter von Fürg Media berät er heute Unternehmen bei der Entwicklung und Umsetzung ganzheitlicher Kommunikationsstrategien. Daniel Fürg engagiert sich außerdem aktiv als Mitglied des Vorstands im Internationalen PresseClub München e.V. und ist Initiator der Digital Future Conference 48forward.

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