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Social Media löst TV als Leitmedium ab

In einem Vortrag auf der AllFacebook Marketing Conference in München hat Facebook-Deutschland-Chef F. Scott Woods einen interessanten Vortrag rund um das Thema "Social Media als neues Leitmedium" gehalten. Dabei ging er vor allem auf die

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In einem Vortrag auf der AllFacebook Marketing Conference in München hat Facebook-Deutschland-Chef F. Scott Woods einen interessanten Vortrag rund um das Thema „Social Media als neues Leitmedium“ gehalten. Dabei ging er vor allem auf die evolutionäre Entwicklung von Facebook ein und erklärte diese anhand verschiedener Steps. Angefangen hat demnach alles mit einer ersten Phase, die vor allem aus Social Listening und Reputation Management bestanden hat. Anschließend ging die Evolution in eine zweite Phase mit den Themen Social Advocacy und Influence über. Seit einiger Zeit befinden wir uns laut Woods nun in einer dritten Phase, in der Facebook als Brand Building Platform gesehen und akzeptiert wird.

Für eine gute Marketing-Kampagne sind laut Woods vier Elemente wichtig: Audience, Content, Media/Distribution, Measurement. Es geht also darum zunächst die richtige Zielgruppe zu finden, dann den entsprechenden Content in einem entsprechenden Distribution-/Media-Plan zu veröffentlichen und den Erfolg am Ende auszuwerten. Als positives Beispiel stellte Woods hier die Aktivitäten der Lufthansa vor. Hier wurden die einzelnen Elemente mit aller Konsequenz umgesetzt und der Erfolg gibt dem Aufwand in diesem Fall eindeutig Recht. Die Fluglinie erzielte ein Plus von 14 Prozent in Brand Favorability.

Anschließend tauchte Woods in die Geschichte der Medienevolution ab. Er zeigte, dass das Fernsehen Mitte der 1950er Jahre die Nutzung von Radio überholt hat. Mitte der 1990er Jahre ging es dann mit den digitalen Medien los und im vergangenen Jahr haben diese dann erstmals die Fernsehnutzung in den USA überholt. Damit wird zum ersten Mal mehr Zeit in digitalen Medien verbracht als mit TV-Programmen. Auch die mobile Nutzung digitaler Medien geht extrem nach oben und könnte ebenfalls bald die Fernsehnutzung übertreffen – nicht zuletzt auch deshalb, weil es hier inhaltliche Überschneidungen gibt.

Facebook erreicht in Deutschland mit mobilen Geräten täglich 15 Millionen Menschen – das ist deutlich mehr als die Reichweite großer deutscher Fernsehsender. Facebook-Nutzer rufen ihren News Feed 14 Mal pro Tag auf – beeindruckende Zahlen. Mobile ist laut Woods inzwischen der wichtigste strategische Fokus von Facebook.

In einer anschließenden Fragerunde machte Woods deutlich, dass die organische Reichweite von Facebook Seiten weiter abnehmen wird. Der Grund dafür ist einfach: Die Masse an Content wird immer größer, die Filterung deshalb immer wichtiger für Facebook. Dabei wird die Relevanz und Qualität von Content immer wichtiger. Nach wie vor machen Aktivitäten kleiner Unternehmen auf Facebook aber weiterhin Sinn. Sie können laut Woods auch mit kleinen Budgets einsteigen und haben keine großen Barrieren zu überwinden.

In Sachen WhatsApp erklärte Woods, dass es keinerlei Überlegungen für Anzeigenschaltungen gibt. Der Messaging-Dienst soll nach Abschluss der Übernahme als eigenständiges Unternehmen unter Facebook arbeiten – ähnlich wie es heute bei Instagram der Fall ist. Die WhatsApp-Gründer haben bei den Verhandlungen von Anfang an deutlich gemacht, dass Anzeigenschaltungen für sie auch in Zukunft nicht in Frage kommen – das hat Facebook akzeptiert.

Daniel Fürg absolvierte eine Ausbildung beim Bayerischen Rundfunk und bildete sich an der Bayerischen Akademie für Werbung und Marketing zum Kommunikationswirt fort. Er gründete verschiedene Onlinemedien, wie zum Beispiel MUNICH's BEST, 100SINS oder Social Secrets und arbeitete unter anderem für den Bayerischen Rundfunk, die Finanzsparte von Siemens, die Sana Kliniken AG und die MAROundPARTNER GmbH. Als Geschäftsführender Gesellschafter von Fürg Media berät er heute Unternehmen bei der Entwicklung und Umsetzung ganzheitlicher Kommunikationsstrategien. Daniel Fürg engagiert sich außerdem aktiv als Mitglied des Vorstands im Internationalen PresseClub München e.V. und ist Initiator der Digital Future Conference 48forward.

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