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Twitter verstehen und sinnvoll einsetzen

Gerade in Deutschland hat Twitter immer noch zu kämpfen. Woran liegt das? Wohl vor allem daran, dass wir hierzulande scheinbar nicht verstehen, worum es bei Twitter geht und den Kanal deshalb nicht richtig einsetzen. Deshalb

Gerade in Deutschland hat Twitter immer noch zu kämpfen. Woran liegt das? Wohl vor allem daran, dass wir hierzulande scheinbar nicht verstehen, worum es bei Twitter geht und den Kanal deshalb nicht richtig einsetzen. Deshalb soll dieser Text einen kleinen Überblick darüber geben, worum es bei Twitter wirklich geht und wie man den Kurznachrichtendienst in der Kommunikation richtig einsetzt.

Die wichtigste Erkenntnise vorab: Die Kommunikation auf Twitter ist unglaublich schnell, kompakt und öffentlich. Es geht um kurze, schnell zu erfassende Informationen. Wer Inhalte über Twitter transportieren möchte, muss sich deshalb kurz fassen und es dennoch schaffen, die Aufmerksamkeit der Zielgruppe in 140 Zeichen zu wecken – bei Tweets mit Links muss man sogar mit noch weniger Zeichen auskommen. Wer jetzt denkt, dass das ganz einfach ist, liegt falsch. Der Twitter-Feed eines jeden Nutzers ist weitestgehend ungefiltert, was dazu führt, dass ein Twitter-Nutzer die Tweets in seinem Feed nur überfliegen kann, wenn er möglichst viele davon erfassen möchte. Ein erfolgreicher Tweet muss aus dieser Masse also regelrecht herausstechen, die Zielgruppe anspringen. Idealerweise enthält ein Tweet deshalb auch eine Frage, einen deutlichen Call-to-Action.

Wer Twitter aber nur für diese One-Way-Kommunikation nutzen möchte, sollte es lieber gleich bleiben lassen. Bei Twitter geht es in erster Linie um Dialoge, um Diskussionen und Beziehungen. Hätte man einem Unternehmer im B2C-Business vor 20 Jahren erzählt, dass es eine Plattform gibt, die ihm die Möglichkeit bietet, Fragen seiner Zielgruppe zu beantworten und dadurch direkt mit potenziellen oder bestehenden Kunden in Kontakt zu treten, wäre er vor Freude zusammengebrochen. Heute gibt es eine solche Plattform, doch die meisten Unternehmen nutzen ihr unglaubliches Potenzial nicht aus.

Die Öffentlichkeit der Tweets gibt Unternehmen die Möglichkeit, die Inhalte nach relevanten Themen und Diskussionen zu Durchsuchen. Findet man Tweets zu eigenen Produkten oder damit verbundenen Themen, kann man mit dem Verfasser direkt in Kontakt treten, Fragen beantworten und Empfehlungen aussprechen. Unternehmen warten heute oftmals immer noch darauf, bis sie auf Twitter aktiv angesprochen werden, doch das ist falsch – sie sind es, die aktiv in den Dialog einsteigen sollten. Jetzt klingt das natürlich alles nach einem wahnsinnigen Aufwand und genau das ist es in der Regel auch. Es ist Arbeit, kleinteilige Arbeit, aber sie zahlt sich aus. Mit guten Monitoring-Tools kann man den Aufwand zudem stark verringern.

Was lernen wir also daraus? Bei Twitter geht es um knackigen, guten Content und echte, aktiv geführte Dialoge. Wer diese Verbindung konsequent umsetzt, kann das großartige Potenzial von Twitter nutzen.

Daniel Fürg absolvierte eine Ausbildung beim Bayerischen Rundfunk und bildete sich an der Bayerischen Akademie für Werbung und Marketing zum Kommunikationswirt fort. Er gründete verschiedene Onlinemedien, wie zum Beispiel MUNICH's BEST, 100SINS oder Social Secrets und arbeitete unter anderem für den Bayerischen Rundfunk, die Finanzsparte von Siemens, die Sana Kliniken AG und die MAROundPARTNER GmbH. Als Geschäftsführender Gesellschafter von Fürg Media berät er heute Unternehmen bei der Entwicklung und Umsetzung ganzheitlicher Kommunikationsstrategien. Daniel Fürg engagiert sich außerdem aktiv als Mitglied des Vorstands im Internationalen PresseClub München e.V. und ist Initiator der Digital Future Conference 48forward.

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    Danke – klasse geschrieben!