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Twitter testet völlig neues Profildesign

Twitter versucht derzeit einiges, um sich für eine breitere Masse an potenziellen Nutzern aufzuhübschen. Der Kurznachrichtendienst hat seine mobile App in den letzten Monaten immer wieder verbessert und auch die Browseransicht wurde in Sachen Design

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Twitter versucht derzeit einiges, um sich für eine breitere Masse an potenziellen Nutzern aufzuhübschen. Der Kurznachrichtendienst hat seine mobile App in den letzten Monaten immer wieder verbessert und auch die Browseransicht wurde in Sachen Design überarbeitet. Während die bisherigen Änderungen aber vor allem kleiner Anpassungen und Optimierungen waren, wäre die Umsetzung eines Tests, der von Mashable entdeckt wurde, eine grundlegende Änderung des bisherigen Erscheinungsbildes und damit schlussendlich auch der Nutzung von Twitter.

Die Screenshots, die im Zuge des Tests aufgetaucht sind, zeigen eine komplett veränderte Profildarstellung, die optisch andere Prioritäten setzt als das bisherige Layout. Die neue Variante ähnelt optisch auf den ersten Blick sehr stark den Profilen auf Facebook oder Google+ und legt den Fokus stärker auf Bilder statt auf Textinhalte, die bisher im Vordergrund standen. Twitter würde mit dem neuen Layout auch den textlastigen Stream über Bord werfen, der den Dienst einst bekannt und erfolgreich machte.

Auf den ersten Blick sticht das Profilbild der neuen Darstellung ins Auge. Es ist deutlich größer als bisher und im linken oberen Viertel der Seite untergebracht – ungefähr an der gleichen Position, wie bei Facebook. Daneben und darüber erstreckt sich ein großes Titelbild mit einer Breite von 1500 Pixeln. Direkt unter dem Titelbild und neben dem Profilbild erscheint eine Leiste mit den wichtigsten Zahlen zum jeweiligen Profil: Anzahl der Follower, Anzahl der Tweets und so weiter.

Unter dieser Kopfzeile unterteilt sich das Profil in zwei Bereiche. In der linken Spalte, die direk unter dem Profilbild ansetzt, erscheinen Name und Bio-Text des jeweiligen Profils. Der deutlich breitere Bereic rechts daneben stellt die Tweets des Profils dar – allerdings nicht mehr untereinander, sondern in einer Art Mosaik-Darstellung. Sofern die Tweets Bilder enthalten, werden diese direkt und groß angezeigt.

Ob und wann Twitter diese neue Darstellung ausrollen wird, ist derzeit nicht bekannt. Auch in der Vergangenheit hat das Unternehmen immer wieder neue Funktionen und Designs bei einzelnen Nutzern getestet, um deren Reaktionen zu analysieren. Teilweise wurden solche Änderungen nach den Tests aber nie für alle Nutzer freigeschalten. Twitter selbst hat zu den Screenshots von Mashable auch keinen Kommentar abgegeben. Fest steht aber, dass man nach den für Analysten enttäuschenden Nutzerzuwächsen der letzten Monate scheinbar bereit ist, große Änderungen vorzunehmen, um massentauglicher zu werden.

Daniel Fürg absolvierte eine Ausbildung beim Bayerischen Rundfunk und bildete sich an der Bayerischen Akademie für Werbung und Marketing zum Kommunikationswirt fort. Er gründete verschiedene Onlinemedien, wie zum Beispiel MUNICH's BEST, 100SINS oder Social Secrets und arbeitete unter anderem für den Bayerischen Rundfunk, die Finanzsparte von Siemens, die Sana Kliniken AG und die MAROundPARTNER GmbH. Als Geschäftsführender Gesellschafter von Fürg Media berät er heute Unternehmen bei der Entwicklung und Umsetzung ganzheitlicher Kommunikationsstrategien. Daniel Fürg engagiert sich außerdem aktiv als Mitglied des Vorstands im Internationalen PresseClub München e.V. und ist Initiator der Digital Future Conference 48forward.

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